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Sankt Gotthard (Pass)

Sankt-Gotthard-Pass

Kanton/Land:

Uri, Tessin

von - nach:

G?schenen ? Airolo

Passh?he:

2'108 m ?. M.

Passstrasse erbaut:

1827?1830

Max. Steigung:

8 %

L?nge:

27 km

Ausbau:

Strasse

Wintersperre:

November ? Mai

Der Sankt-Gotthard-Pass (italienisch San Gottardo) war lange Zeit die wichtigste Nord-S?d-Verbindung ?ber die Alpen. Der Pass verbindet die Ortschaften Andermatt (in der Talschaft Urseren) im Kanton Uri und Airolo (in der Valle Leventina) im Kanton Tessin.

Auf einer Strecke von rund 110 Kilometern verbindet die Gotthardstrasse die Orte Altdorf und Biasca, w?hrend der gleichnamige Pass in Andermatt beginnt und in Airolo endet. Mit dem Bau der eigentlichen Passstrasse wurde 1827 begonnen. Die Strasse wurde 1830 fertig gestellt. Auf der S?drampe wurde zwischen 1956 und 1977 die alte Passstrasse durch eine neue mit einem g?nstigeren Verlauf ersetzt, die alte auch Via Tremola genannte Strasse kann aber weiterhin befahren werden.
 

Geschichte

Die Geschichte des Gotthardpasses beginnt erst mit dem Mittelalter, die R?mer haben ihn wahrscheinlich nicht benutzt. Als die Langobarden im Jahr 569 von S?den her ?ber den Pass eindrangen, bauten sie ?ber die Reuss eine in Ketten h?ngende Br?cke. Zu Zeiten Karls des Grossen wurde der Weg f?r Saumtiere hergerichtet. Die langobardische Br?cke wurde 1198 durch die sicherere (alte) Teufelsbr?cke in der Sch?llenenschlucht an der Nordrampe ersetzt. Das ?lteste Geb?ude des Passes ist die Kapelle, die zwischen 1160 und 1176 vom Mail?nder Erzbischof St. Galdinus zu Ehren des erst kurz vorher kanonisierten Heiligen Gotthard geweiht wurde. 1629 wurde durch Federico Borromeo eine Herberge auf der Passh?he errichtet, die seit 1683 von den Kapuzinern besorgt wird. 1707 wurde der Tunnel des Urner Loches gesprengt und dadurch die Zug?nglichkeit des Bergs wesentlich erleichtert. Noch aber blieb die Strasse bloss ein 3?4 m breiter mit grossen Rollsteinen gepflasterter Saumpfad.

Zeittafel

  • 12. Jahrhundert - Bau einer Kapelle zu Ehren des Heiligen Gotthard
  • 1220 - der Saumpfad ?ber den Gotthard wird er?ffnet, f?nf Jahre sp?ter wurde die erste Rheinbr?cke in Basel gebaut.
  • 14. Jahrhundert - das Hospiz am Pass wird gebaut
  • 1830 - die Strasse ?ber den Gotthardpass wird fertiggestellt
  • 1872?1882 - Bau des Eisenbahntunnels, 177 Arbeiter sterben w?hrend der Bauarbeiten
  • 1881 - letzte Fahrt der Postkutsche ?ber den Pass mit dem Postillon Alois Zgraggen
  • 1928 - das Denkmal f?r den Waadtl?nder Flieger Guex wird gebaut
  • 1970?1980 - Bau des Strassentunnels durch den Gotthard
  • 24. Oktober 2001 - Brandkatastrophe im Strassentunnel

Sch?llenenschlucht

Der Bau der Teufelsbr?cke, mit der die Sch?llenenschlucht endlich passiert werden konnte, ist der Inhalt einer bekannten Sage. Der Teufel, der den Br?ckenbau erm?glicht haben soll, und der Teufelsstein spielen darin eine zentrale Rolle. Bei der Teufelsbr?cke befindet sich das Suworow-Denkmal, das dem russischen General Alexander Wassiljewitsch Suworow und den Soldaten seiner Armee gewidmet ist und der Schlacht von 1799 gedenkt.
 

Zahlen und Fakten zum Gotthard-Pass

  • Passh?he: 2'108 Meter
  • Steigung: rund 12 Prozent
  • Passl?nge: 27 Kilometer, zwischen G?schenen und Airolo
     

Der Gotthard-Scheiteltunnel

Von 1872 bis 1882 wurde der Eisenbahntunnel der Gotthardbahn gebaut. ?berwiegend wurden italienische Gastarbeiter besch?ftigt. Bei den Arbeiten am Tunnel starben 177 M?nner, darunter auch der projektleitende Ingenieur Louis Favre. Die neugebaute Eisenbahnlinie sorgte f?r einen wirtschaftlichen Aufschwung im Tessin. Ein Denkmal f?r die Opfer des Eisenbahntunnelbaus, geschaffen vom K?nstler Vincenzo Vela, ist in Airolo zu finden.

Zahlen und Fakten

  • Fertigstellung: 1882
  • Erbauer: Louis Favre
  • Erster Zug: 23. Mai 1882
  • L?nge: 15 Kilometer, Doppelspur
  • H?chstleistung: 170'202 Brt (19. Oktober 2000 bei gesperrtem Simplontunnel)
     

Der Gotthard-Basistunnel

Derzeit im Bau ist der Gotthard-Basistunnel, ein neuer Eisenbahntunnel zwischen Erstfeld und Bodio, das Kernprojekt der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT).

Zahlen und Fakten

  • Fertigstellung: vor 2015
  • L?nge: 57 Kilometer
  • Z?ge/Tag: 200?250
  • Transportleistung: 40 Mio. Tonnen/Jahr
  • Durchschnittsgeschwindigkeit 160 km/h
     

Der Gotthard-Strassentunnel

Von 1970 bis 1980 wurde der Strassentunnel gebaut und am 5. September 1980 er?ffnet. Dieser ist das Herzst?ck der Schweizer Nationalstrasse A2 von Basel nach Chiasso und damit der k?rzesten europ?ischen Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Sizilien.
Am 24. Oktober 2001 kam es durch den Zusammenstoss zweier Lastwagen zu einer Brandkatastrophe im Tunnel. Elf Menschen starben bei dem Ungl?ck. Der Tunnel war danach zwei Monate lang wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Zahlen und Fakten

  • L?nge: 16'918 m
  • Fahrzeuge pro Tag: ca. 20'000
     

Die Gotthardachse

Als Gotthardachse wird die Verkehrsachse bezeichnet, die in Nord?S?d-Richtung ?ber das Gotthardmassiv oder unter ihm hindurch f?hrt. Sie ist die direkteste Verkehrsverbindung durch die Zentralalpen, da sie nur ?ber einen Gebirgskamm f?hrt. Aus diesem Grund hat sie schon in fr?her Zeit eine wichtige Bedeutung erhalten. Mit der Er?ffnung der Gotthardbahn im Jahre 1882 begann der bis heute anhaltende Verkehrszuwachs auf dieser Strecke. Heute besteht sie sowohl aus einer Eisenbahnstrecke als auch einer Autobahn. Die Gotthardachse hat eine zentrale Bedeutung im europ?ischen Nord-S?d-Verkehr und ist deshalb h?ufig ?berlastet.

?ber die Gotthardachse wird auch im grossen Europ?ischen Verkehrszusammenhang geredet. Das Kernst?ck aber beginnt im Norden, am s?dlichen Teil des Vierwaldst?ttersees. Es f?hrt durch das Urner Reusstal ?ber oder durch den Gotthard-Pass in die Leventina hinab nach Biasca im S?den.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Gotthard_%28Pass%29 aus der freien Enzyklop?die Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz f?r freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verf?gbar.




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