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Aloe Vera
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Echte Aloe |
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Abteilung: |
Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
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Klasse: |
Einkeimbl?ttrige (Liliopsida) |
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Unterklasse: |
Lilien?hnliche (Liliidae) |
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Ordnung: |
Spargelartige (Asparagales) |
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Familie: |
Affodillgew?chse
(Asphodelaceae) |
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Gattung: |
Aloen (Aloe) |
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Wissenschaftlicher Name |
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Aloe vera |
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(L.) Burm. f. |
Die Echte Aloe (Aloe vera, Syn.: Aloe perfoliata
var. vera L. (basionym), Aloe barbadensis Mill., Aloe
indica Royle, nom. nud., Aloe vulgaris Lam., Aloe chinensis
(Haworth) Baker), auch Curacao-Aloe, W?stenlilie genannt, ist
eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen (Aloe) in der Familie der
Affodillgew?chse (Asphodelaceae). Sie geh?rt zu den Aloe-Arten, die
zur inneren und ?u?eren Anwendung verwendet werden k?nnen, daneben gibt es
u.a. auch Kap-Aloe (Aloe ferrox), Barbados-Aloe, Socotra-Aloe,
Venezuela-Aloe, Zanzibar-Aloe.
In der pharmazeutischen und kosmetischen Verwendung ist sie fast
ausschlie?lich unter ihren synonymen wissenschaftlichen Namen Aloe vera
bzw. Aloe barbadensis bekannt.
Die urspr?ngliche Heimat dieser Art sind die Kanarischen Inseln.
Kultiviert werden sie auch in anderen Trockengebieten zum Beispiel auf den
Balearen, Europa, Afrikas, Amerikas. Sie sind frostempfindlich, k?nnen aber
sehr gut im eigenen Garten gezogen und im Winter im Haus gehalten werden.
Zur inneren Anwendung sollten Aloe vera-Pflanzen kommen, die etwa 3
bis 4 Jahre alt sind. Dann entwickeln sie die gr??te Wirkung.
Beschreibung
Die Aloe vera ist eine sukkulente Pflanze, wobei sowohl der Stamm
als auch die Bl?tter xeromorph sind; sie bilden oft Ausl?ufer aus. Die
Pflanze kann bis zu 10 Jahre alt werden. Die stiellosen, dicken,
lanzettlichen Bl?tter werden 15 bis 35 (selten bis 50) cm lang und 4 bis 5
(manchmal 7) cm breit und haben einen bewehrten Blattrand.
Die Kohlenstoff-Fixierung erfolgt nach dem Crassulacean Acid
Metabolism (CAM-Mechanismus).
Wenn die Pflanzen mehrere Jahre alt sind, bilden sie 60 bis 100 cm hohe,
nur manchmal verzweigte, traubige Bl?tenst?nde mit sehr vielen Bl?ten. Die
Bl?ten sind dreiz?hlig. Die Bl?tenh?llbl?tter sind ?berwiegend gelblich mit
r?tlichen Flecken. Es sind sechs Staubbl?tter vorhanden. Sie bilden
Kapselfr?chte.
Nur ?ltere Pflanzen bilden einen h?heren Stamm, bei j?ngeren Pflanzen ist
dieser gestaucht, so dass die Bl?tter relativ dicht am Boden sind. Die
Bl?tter sind rosettenf?rmig angeordnet, etwa 40 bis 50 cm lang und an die 6
bis 7 cm breit. Sie bestehen aus drei unterschiedlichen Schichten, die
jeweils spezifische Inhaltsstoffe enthalten. Eine graugr?ne lederartige
?u?ere Schicht sch?tzt die Pflanze vor dem Austrocknen. Der gelbliche
harzige Saft der darunter liegenden Faserschicht enth?lt u.a. Aloine, die
durch ihren bitteren Geschmack die Pflanze vor Tierfra? sch?tzen. Aus diesem
harzigen Saft wird durch Eintrocknen das pharmazeutisch genutzte
Curacao-Aloe gewonnen. Die innerste Schicht (Mesenchymschicht) stellt den
eigentlichen Fl?ssigkeitsspeicher dar. Sie besteht aus einem Gel mit einem
Wasseranteil von 96 %, das Stoffe enth?lt, welche die Abwehrkr?fte des
Menschen und die Wundheilung f?rdern sollen. Dieses bezeichnet man laut
Oguzhan als China-?l.
Nutzung
Diese Art wird auch als Zierpflanze verwendet, aber sehr wichtig ist sie
als vielseitige Heilpflanze.
Die starke abf?hrende (heilende) Wirkung des aus dem Blattharz gewonnenen
Aloin ist seit langer Zeit bekannt. Als Inhaltsstoffe zu erw?hnen sind neben
Aloin: Barbaloin, Isobarbaloin, Anthracen, Anthranol, Chrysophans?ure,
Zimts?ure und deren Ester. Als Frischblatt kann die ganze Blatthaut mit dem
inneren Gel verwertet werden. Da eine maschinelle Verarbeitung nur in sehr
aufw?ndiger Technik den Bitterstoff Aloin herausfiltern kann, wird generell
f?r medizinische, kosmetische Zwecke und als Nahrungserg?nzung nur das
Blattinnere (Gel bzw. der Saft) der Pflanze verwendet, in seltenen F?llen
die ganze Blatthaut.
Aloe vera-Gele
Einer der Hauptwirkstoffe ist das Acemannan, ein langkettiges
Polysaccharid. Diese Substanz aktiviert in In-Vitro-Experimenten das
Immunsystem, sch?tzt die Zellmembranen und ist antibakteriell, antiviral und
antimykotisch wirksam. Diese Substanz, die in der Zahnmedizin auch als
Gebisskleber genutzt wird, kann jedoch nur ?ber den Magen-Darm-Trakt in den
K?rper aufgenommen werden, wenn als nat?rlicher Bestandteil das reine
Blattmark verwendet wird.
Daneben enth?lt die Aloe vera Mineralstoffe (Calcium, Magnesium,
Zink, Selen u.a.), Vitamine, Aminos?uren und sekund?re Pflanzenstoffe (Flavonoide).
Insgesamt sind derzeit ca. 300 verschiedene Inhaltsstoffe bekannt.
Nachfolgend sind die Anwendungsgebiete genannt, die derzeit f?r Aloe
vera-Gele beansprucht werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zur
Wirksamkeit f?r diese Gebiete wurden jedoch nur in den seltensten F?llen
angestellt. Im Gegensatz dazu gibt es hunderte von empirischen
Erfahrungsberichten aus der Anwendung als innerliches und ?u?erliches
Hausmittel.
- ?u?erliche Anwendung: bei Abszessen, Akne, Fu?pilz,
Neurodermitis, Herpes, schlecht heilende Wunden, Prellungen (Blaue
Flecken), Ekzemen, Schuppen, Haarausfall. Zur Linderung von kleinen
Verbrennungen (z.B. Sonnenbrand) oder Neurodermitisbeschwerden dient
Aloe vera als Hausmittel. Dazu k?nnen einige Zentimeter eines Blattes
abgeschnitten, die Kanten entfernt und das Blatt quer geteilt werden. Das
Gel kann dann direkt auf die Haut aufgetragen oder wenn eine l?ngere
Einwirkung erw?nscht ist kann das Blatt dort mit einem Verband
festgewickelt werden. Die Wirksamkeit von Aloe vera Linn? bei
?u?erer (und innerer) Anwendung wird derzeit kontrovers diskutiert.
- Schock: Tierexperimentelle Daten zeigen, dass ein
polymeres Kohlenhydrat aus dem schleimigen Pflanzensaft bei dem durch
starken Blutverlust bedingten Schock kreislaufstabilisierend und durch den
Zeitgewinn sogar lebensrettend wirken k?nnte.
- Immunmodulatorische Wirksamkeit: Zur St?rkung des
Immunsystems bei Erk?ltung, aber auch bei AIDS und Krebs, werden Aloe
vera-Gele beworben. Im Gegensatz zu ihrer nachgewiesenen
immunmodulatorischen in-vitro-Wirkung, konnte in klinischen Studien
ihre Unwirksamkeit bei Menschen mit AIDS oder verschiedenen Krebsformen
gezeigt werden.
- Weiteres: Arthritis, Gicht, Ischias, Fibromyalgie,
an der nur in Deutschland ca. 1 Mio Menschen leidet, Rheuma; Problemen des
Magens, der Niere und der Bauchspeicheldr?se; Arteriosklerose und Angina
Pectoris. Wirksamkeitsnachweise naturwissenschaftlichen Charakters f?r
diese Anwendungsgebiete sind nicht bekannt.
- Zahnmedizin: Aloe vera-haltige Zahncreme soll
der Parodontitis entgegenwirken.
Nachstehend ist ein Herstellungsverfahren beschrieben: Wichtige
Voraussetzung zur Nutzung des Gels war, dass der texanische Apotheker Bill
C. Coates ein Verfahren zum Sch?len der Bl?tter und zur Konservierung des
Blattgels entwickelte. In einer Filettiermaschine wird noch heute das
Blattmark schonend von der Blattrinde getrennt, so dass die abf?hrenden
Anthracenderivate an der Innenseite der Blattrinde das Gel nicht
kontaminieren. Zur Stabilisierung wird in diesem Fall Vitamine C und E nach
einem patentierten Verfahren zugegeben und in Edelstahltanks stabilisiert.
Unter bestimmten Niedrigtemperaturen kommt es zu einer chemischen Reaktion,
welche die Erhaltung der hitzeempfindlichen Wirkstoffe erm?glicht.
Wechselwirkungen
Es k?nnen Wechselwirkungen mit Hydro-Kortisoncremes auftreten. Bei
gleichzeitiger Anwendung von Diabetesmitteln kann der Blutdruck abfallen.
Artenschutz
Wild wachsende Aloe-Arten sind durch das Washingtoner
Artenschutzabkommen vom 3. M?rz 1973 gesch?tzt - ausgenommen davon sind
Pflanzenprodukte, die von au?erhalb ihres nat?rlichen Verbreitungsgebietes
eingeb?rgerten oder von k?nstlich vermehrten Aloen stammen. Angebaut wird
die Aloe vera neben Afrika auf Plantagen in Texas, Florida und
Mexiko, auf den Kanaren, den niederl?ndischen Antillen, in den
K?stengebieten von Venezuela und seit Kurzem auch auf einer gro?en Plantage
in Colonche, Ecuador. Auf den kanarischen Inseln haben sie ebenso ihren
Platz. Von dort werden sie in viele L?nder geschickt, u.a. auch nach
Deutschland (siehe Literaturhinweise).
Kulturgeschichte
Schon in der Bibel wird Aloe erw?hnt (? 4.Mose 24,6; Ps 45,9; Spr 7,17).
Zu dieser Zeit wurde Aloe als R?ucherwerk, also Parf?m (Hol. 4, 14) und als
Zusatz bei Leichenbalsamierungen verwendet (Joh. 19, 39). Als Ph?nix sind
folgende Geschichten mit dem Namen Aloe (Allo?) verbunden: Es wird erz?hlt,
dass Jesu vor der Grablegung Auferstehung mit 40 kg Aloe einbalsamiert
wurde. Analog hierzu war Aloe auch der Name einer der drei am Grabe
wachenden sogenannten ?Frauen im Segen?. Die Verbindung der Ausdr?cke
untereinander wie auch zu der Pflanze bleibt unklar, zumal die orientalische
Assoziation von Zauberkraft v?llig weggebrochen scheint.
(vgl. HdA). Im 10. Jahrhundert empfahl
der Patriarch von Jerusalem Alfred dem Gro?en von England die Aloe-Pflanze
als Heilmittel, zumal man wusste, dass sie sehr schmerzlindernde Wirkung
hat.
Bereits Alexander der Gro?e lie? Verletzungen der Soldaten mit dem Saft
der Aloe vera behandeln. Nofretete und Cleopatra verwendeten eine
Aloe-Paste zur Haut- und Sch?nheitspflege.
Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh.) beschreibt die Aloe in der
Materia Medica dann als eine Pflanze, die ?[...] adstringirende,
austrocknende, den K?rper verdichtende, den Bauch l?sende, den Magen
reinigende Kraft [...]? habe, die mit Wasser getrunken gegen Gelbsucht
helfen, aber auch als Abf?hrmittel und aufgetragen bei Wunden und Geschw?ren
(vor allen im Bereich der Geschlechtsorgane) Wirkung zeigen soll. Auch die
Ayurveda-Medizin kennt ?hnliche Einsatzgebiete auf der Haut und bei
Menstruationsbeschwerden. Noch nahe am Aberglauben war die Vorstellung, die
Aloe verleihe Frauen die Kraft der Jugend und regeneriere die weibliche
Natur - wie die Mayas viel sp?ter dann doch best?tigten. In den L?ndern mit
einem hohen Anteil von Naturv?lkern ist die Aloe seit ewigen Zeiten als
Abtreibungsmittel bekannt.
In der fr?hen Neuzeit brachten die spanischen Conquistadores die Pflanze
nach Mittelamerika, auf die Westindischen Inseln und nach Bolivien, die
Mayas gaben ihr den Namen ?Quelle der Jugend?. Christoph Kolumbus f?hrte
T?pfe mit Aloe vera auf seinen Schiffen mit, um wie Alexander der
Gro?e die Verletzungen der Soldaten behandeln zu k?nnen. lm 16. Jahrhundert
entdeckten spanische Jesuiten dann die wilde Aloe auf der Insel
Sokotra (am Kap von Afrika), wo immense Mengen wuchsen und noch heute
wachsen. Diese wurden bis ca. 1920 f?r medizinische Zwecke nach Europa
geschifft. Da die Reisen sehr lange dauerten, konnten die Aloe-Bl?tter nicht
in frischem Zustand transportiert werden, sondern mussten vor Ort
eingedickt, also gekocht werden. Das Wasser wurde entzogen und ?brig blieb
ein Granulat, das ohne Probleme verschickt werden konnte. Durch die
Erhitzung haben sich allerdings viele der in nat?rlicher Form enthaltenen,
ca. 300 pharmazeutischen Substanzen ver?ndert und durften somit nur in
medizinischen Produkten verwendet werden, denn besonders das Aloin, also ein
Bitterstoff, konnte nun in gekochter Form schon bei kleinerer Dosis giftige
Wirkungen zeigen, was in frischem Zustand nicht der Fall war .
In den 30 er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde mit der Verwendung von
R?ntgenstrahlen in der Krebstherapie die Aloe-Paste als Mittel gegen die
Hautverbrennungen durch hohe Strahlendosen wiederentdeckt. Interessant ist
auch, dass viele Hausfrauen aus diesem Zeitraum die Bedeutung der Aloe Vera
L. kannten und fast auf jeder Fensterbank einer K?che eine solche Pflanze
stand, die meistens t?glich bei Verbrennungen und Hautverletzungen zum
Einsatz kam, zumal damals ausschlie?lich mit Holz?fen gefeuert und gekocht
wurde. Zwischen den Jahren ab ca. 1920 bis zum Jahr 2002 fristete diese
Heilpflanze ein unbekanntes Dasein, denn die Pharmaindustrie war nun in der
Lage, viele der in der Natur vorkommenden Substanzen selbst und im eigenen
Land herzustellen. Wie auch andere Kosmetika werden Aloe-Vera-Produkte
h?ufig von MLM Netzwerk-Marketing-Unternehmen vertrieben. Aloe wird (h?ufig
?ber den gleichen Vertriebsweg) auch als Frisch-(Pre?)-Saft oder ?Mark? f?r
die innerliche Anwendung gehandelt. Dabei werden oftmals Produkte angeboten,
die aufgrund des Produktionsprozesses (z.B W?rmebehandlung) nahezu
wirkungslos sind.
Nur zertifizierte Produkte werden einer regelm??igen Qualit?tskontrolle
unterzogen und garantieren dessen Wirksamkeit.
Die zuverl?ssigsten und strengsten Pr?fsiegel sind International Aloe
Science Council Inc., Kosher Rating und Islamisches Pr?fsiegel.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Aloe_Vera aus der freien
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