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Stra?e
Allgemeines
Unter Stra?en versteht man im Allgemeinen die dem ?ffentlichen Verkehr
gewidmeten Stra?en, Wege und Pl?tze.
Dazu geh?ren:
- der Stra?enk?rper
- Untergrund - der nat?rliche Fels oder Boden, auf dem
der Stra?enk?rper aufgebaut ist,
- Unterbau - k?nstlich hergestellter Dammk?rper zwischen
Untergrund und Oberbau, entf?llt in Einschnitten,
- Oberbau - besteht aus einer oder mehreren
Tragschichten und der Fahrbahndecke,
- Erdbauwerke - D?mme, Gr?ben, B?schungen, Berme,
- Bauwerke - Durchl?sse, Entw?sserungsanlagen,
St?tzw?nde, Br?cken, Tunnel, L?rmschutzanlagen
- Fahrbahndecke - mit Fahrbahnmarkierungen und
Beschilderung,
- befestigte Seitenstreifen und Bankette,
- der Luftraum ?ber dem Stra?enk?rper
- das Zubeh?r
(die amtlichen Verkehrszeichen,
die Verkehrseinrichtungen und sonstigen Anlagen, die der Sicherheit, Ordnung und
Leichtigkeit des Verkehrs und dem Schutz der Anlieger dienen, Beispiel
Leitpfosten, und die Bepflanzung)
(die Stra?enmeistereien,
Ger?teh?fe, Lager, Lagerpl?tze, Ablagerungs- und Entnahmestellen, Hilfsbetriebe
und -einrichtungen).
Bestandteile des Stra?enquerschnittes
Ein Stra?enquerschnitt soll die Verkehrssicherheit garantieren, ohne dabei
die Leistungsf?higkeit zu beeintr?chtigen, die Ziele von Umweltschutz und
St?dtbau m?ssen ber?cksichtigt werden, und die Wirtschaftlichkeit muss
gew?hrleistet sein.
Je nach der ben?tigten Funktion setzt sich der Stra?enquerschnitt aus den
folgenden Elementen zusammen:
- Fahrbahn - unterteilt in Fahrstreifen und Randstreifen,
- Trennstreifen - unterteilt in Mittelstreifen und
Seitentrennstreifen,
- Standstreifen
- Parkfl?chen
- Bankette
- Geh- und Radwege,
- Borde und Entw?sserungsrinnen
Baumaterialien
Die Fahrbahndecke wird aus Asphalt, Beton, Pflaster oder aus unbefestigtem
Material (beispielsweise Schotter) hergestellt.
Verkehrsarten und Nutzungsanspr?che
Es bestehen verschiedene Nutzungsanspr?che f?r die Verkehrsfl?che, weshalb
auf Stra?en verschiedene Bereiche eingerichtet werden. Hierzu geh?ren:
- Fahrbahn
- Randstreifen, Trennstreifen, befestigte Seitenstreifen,
Bankette,
- Rad- und Gehwege,
- Parkpl?tze, Parkbuchten und Rastpl?tze sowie die Fl?chen
verkehrsberuhigter Bereiche.
Mit der Bezeichnung Wege werden die f?r den nicht motorisierten Verkehr
ausgelegten Verkehrsfl?chen bezeichnet. Eine Ausnahme bilden hier die so
genannten l?ndlichen Wege. Diese sind auch f?r den motorisierten Verkehr der
Land- und Forstwirtschaft ausgelegt.
Im Bereich der Stra?en und Wege unterscheidet man weiterhin die freie
Strecke, die Ortsdurchfahrt, den Knotenpunkt und die Nebenanlagen.
Stra?enkategorien
Stra?en werden nach Stra?enkategorien unterteilt.
Dazu z?hlen zum Beispiel Autobahnen, Fernstra?en, Bundesstra?en,
Landesstra?en, Staatsstra?en, Kreisstra?en und Gemeindestra?en, Land- und
Forstwirtschaftliche Wege, eigenst?ndig gef?hrte Radwege, Gehwege,
Kreisverkehrspl?tze, Tunnel und Parkpl?tze.
Spezielle Kategorien sind z.B. Zollstra?en (Zollfreistrassen), Sackgassen,
tempor?r geschlossene oder ge?ffnete Stra?en, Anliegerstra?en, Passstra?en,
Rennstrecken, etc.
Bezeichnung
Ortsstra?en haben in Deutschland meist Namen (Eine Ausnahme ist die
Mannheimer Innenstadt). Es gibt viele Stra?en mit den gleichen Namen, jedoch
sind es nicht die gleichen Stra?en (Ein Beispiel ist die Frankfurter Stra?e,
wovon es 1437 St?ck in Deutschland gibt.). ?berlandstra?en und Autobahnen tragen
Nummern. Sie werden in Kreis-, Landes- bzw. Staats-, Bundesstra?en und
Autobahnen unterteilt. In Deutschland werden nur die Nummern der Bundesstra?en
und Autobahnen dem Kraftfahrer signalisiert, die der Landes-, Staats- und
Kreisstra?en nur bedingt. Man findet die Nummer der Landesstra?en ( LXXXX ) bzw.
die der Kreisstra?en ( KXXXX oder in manchen Bundesl?ndern Kfz-Kennzeichen
des LandkreisesXXX ) entweder auf der R?ckseite der wei?en, dreieckigen
Schilder am Stra?enrand, oder in Stra?enatlanten. Manchmal werden die Landes-
und Kreisstra?en auch im Verkehrsfunk nach ihrer Nummer benannt. Auch finden
sich die Nummern der Staatsstra?en auf kleinen, wei?en, viereckigen Schildern am
Stra?enrand zusammen mit einer Kilometerangabe.
Kulturelle Bedeutung der Bezeichnung von
Fernstra?en
Bezeichnungen von Bundesstra?en und Autobahnen dienten als Namenspatron f?r
zahlreiche Diskotheken in der N?he dieser Stra?en. Dieselbe Entwicklung ist in
der Schweiz zu beobachten wie z.B. in Basel, wo eine Diskothek seit 2005 "N2"
wie die Autobahn hei?t ("Nationalstrasse 2", also kurz "N2"). Der Autokult
treibt weiter seine Bl?ten, obwohl dorthin auch eine Tramverbindung besteht, so
dass man die Diskothek genausogut "Tram 14" h?tte taufen k?nnen.
Geschichte
Es hat im Laufe der Geschichte viele Gr?nde gegeben, Stra?en zu bauen: Sie
boten Zugang zu Nahrung und Unterkunft, dienten als Routen f?r jahreszeitliche
Wanderungen, f?r Wallfahrten oder f?r den Handel. Die Stra?en, wie wir sie heute
kennen, entwickelten sich aus Stra?en des Altertums, den so genannten
Altstra?en. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen f?hrten zur
Einf?hrung von Fahrzeugen, was das Verkehrsaufkommen noch verst?rkte. Im Zuge
der gesellschaftlichen Differenzierung brauchte man Stra?en auch f?r den Zugang
zu Arbeit, Bildung und Unterhaltung. Jedoch waren milit?rische und
staatspolitische ?berlegungen h?ufigstes Motiv f?r den Stra?enbau. Die
ersten Milit?rfahrzeuge (Streitwagen) wurden um 2500 v. Chr. entwickelt. Von da
an waren Stra?en ein wichtiges Hilfsmittel bei Angriff und Verteidigung, und
viele Herrscher verwendeten betr?chtliche Mittel f?r ihren Bau und Unterhalt
(siehe z.B. Maut). Fast alle Stra?en bestanden aus notd?rftig planierter,
nackter Erde. Notwendigerweise waren diese bei Trockenheit sehr staubig und
verwandelten sich bei Regen in Schlammtrassen. Die R?mer, wie auch andere
Hochkulturen, hatten gepflasterte Stra?en gebaut. Wo diese noch vorhanden waren,
wurden sie in Europa noch bis ins 19. Jahrhundert hinein benutzt. Der britische
Ingenieur John McAdam hatte sich lange mit dem Stra?enbau besch?ftigt. Im Jahr
1815 lie? er bei Bristol die erste geschotterte Landstra?e bauen. Das
Stra?enbett lag h?her als die umgebenden Felder, damit das Regenwasser abflie?en
konnte, es hatte einen Unterbau aus grobem Schotter, dar?ber eine Lage aus
kleineren Steinen und war mit Schlacke befestigt. Diese Konstruktion bew?hrte
sich derma?en gut, dass sie sich schnell in anderen L?ndern verbreitete. Von dem
Namen McAdam leitete sich das noch lange gebr?uchliche Wort "Makadam" f?r diese
Art Stra?enbau ab.
In Mitteleuropa wurden die Altstra?en erst ab etwa 1850 von den Chausseen
abgel?st, die dann zu den Stra?en wurden, wie man sie heute kennt. Speziell in
neuerer Zeit wurden auch "neue" Stra?en erfunden, um sie touristisch besser
vermarkten zu k?nnen. Es sind die Ferienstra?en, die oft auch Bez?ge zu den
Altstra?en haben.
Literatur
- Eberhard Knoll (Hrsg.): Der Elsner 2006. Handbuch f?r
Stra?en- und Verkehrswesen. Elsner, Darmstadt 2006, ISBN 3-87199-168-6
(j?hrlich erscheinendes Standardwerk zu Stra?enbau und Stra?enverwaltung)
- Maxwell G. Lay: Die Geschichte der Stra?e. Vom
Trampelpfad zur Autobahn. Campus Verlag, Frankfurt 1994, ISBN
3-593-35132-3
- Karin Sagner (Hrsg.): Die Eroberung der Stra?e. Von
Monet bis Grosz. Ausstellung Schirn-Kunsthalle Frankfurt 2006. Hirmer,
M?nchen 2006, ISBN 3-7774-3175-3 (?ber Stadt- und Stra?enbilder in der Malerei
des 19. und fr?hen 20. Jahrhunderts)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Strasse aus der freien
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