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Eishockey
Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit f?nf Feldspielern
und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfl?che
gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielger?t, den Puck, eine kleine
Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu bef?rdern.
Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo
britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die
Bezeichnung Hockey kommt aus dem Franz?sischen und bedeutet etwa
?krummer Stock?.
Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-F?deration (IIHF)
international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64
Mitgliedsverb?nde. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die
nordamerikanische National Hockey League (NHL).
Allgemeines
Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schl?gern
in das gegnerische Tor geschoben oder geschossen werden. Das Spiel ist im
Allgemeinen sehr k?rperbetont. Mittels so genannter Bodychecks ist es
m?glich, den Gegner seitlich zu verdr?ngen, um den Puck zu erobern.
Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart. Der Puck bewegt sich
mit bis zu 190 km/h.
Eishockey ist ein k?rperbetonter Sport, bei dem es hin und wieder auch zu
handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Spielern kommen kann. In der
Regel sind diese Auseinandersetzungen schnell unterbunden und enden ohne
Verletzungen, jedoch gab und gibt es auch immer wieder Vorf?lle, die schwere
Verletzungen nach sich zogen.
Verbreitung
Eishockey ist vor allem dort sehr verbreitet, wo auch vor Erfindung der
K?ltemaschine ? und der damit verbundenen M?glichkeit, Kunsteisbahnen zu
schaffen ? gen?gend Eisfl?chen f?r eine regelm??ige Aus?bung dieser Sportart
vorhanden waren und sind. Ein solcher Betrieb ist meistens sehr teuer.
Allerdings werden mittlerweile kosteng?nstigere Alternativen aus
synthetischem Eis angeboten, die einer herk?mmmlichen Eisbahn sehr nahe
kommen. Somit findet der Eissport nun auch in w?rmeren Regionen wie
S?dafrika eine gr??ere Verbreitung. Weit verbreitet ist Eishockey vor allem
in den L?ndern der Rekordweltmeister Kanada, Russland (bzw. der ehemaligen
Sowjetunion) und den USA, Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen
L?ndern (vor allem Schweden und Finnland). Einen sehr hohen Stellenwert hat
Eishockey auch in der Schweiz und Lettland und geh?rt dort zu den
beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer
Saison liegt in diesen L?ndern weit ?ber derjenigen der Fu?ball-Zuschauer.
Ein traditionsreiches internationales Highlight f?r Clubmannschaften stellt
auch der seit 1923 ausgetragene Spengler Cup dar, der in Davos, im Kanton
Graub?nden, stattfindet und eine wesentlich l?ngere Geschichte als der
Europapokal der Landesmeister aufweisen kann. In Deutschland genie?t
Eishockey unter den Mannschaftssportarten ? nach Fu?ball ? bis in die
unteren Ligen das h?chste Zuschauerinteresse. Dies l?sst sich vor allem
durch die Schnelligkeit und Athletik der Sportart erkl?ren. Bis vor ca. 25
Jahren dominierten meist die Eishockey-Hochburgen im S?den Deutschlands
(Garmisch, Bad T?lz, F?ssen, Landshut, Rosenheim sowie Bad Nauheim in
Mittelhessen) das Geschehen im deutschen Eishockey. Bedingt durch die
fortschreitende Kommerzialisierung der Sportart wird das deutsche Eishockey
in den letzten Jahren von Teams aus Gro?st?dten (z. B. D?sseldorf, Mannheim,
K?ln, Berlin) beherrscht.
Geschichte
Auch wenn das erste echte Eishockey-Spiel erst am 3. M?rz 1875 in
Montreal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universit?t stattfand,
besitzt der Sport mit seinen direkten Vorl?ufern eine l?ngere Geschichte.
Die ?lteste Erw?hnung stammt aus D?nemark aus dem Jahre 1134. Die
Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in
den Niederlanden ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr
?hnelt und bis heute unter dem Namen Bandy bekannt ist.
Geschichtliche Bedeutung erlangten oftmals die Spiele zwischen der
damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada vor allem in der Phase des
Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel
der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art
?Show-down? der beiden Weltm?chte. Die USA konnte die seinerzeit
?berm?chtige Sowjetunion bezwingen, und das Spiel ging als ?Miracle on Ice?
in die Geschichte ein.
Nachdem in der Sowjetunion bis in die 50er Jahre auf dem Eis vor allem
Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das sowjetische Eishockey mit einem
enormen Tempo.
So gelang es dem sowjetischen Team, bereits bei der ersten
Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 wie auch bei der ersten Teilnahme am
Olympischen Eishockey-Turnier die Goldmedaille zu gewinnen. Die UdSSR
schaffte es, mit ihrem Team eine au?ergew?hnliche Perfektion zu erreichen
und machte auch den ?Erfindern? des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben
schwer. Weiterhin gab es zwischen der UdSSR und der ČSSR gro?artige Spiele,
in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen
Spielern konkurrierte. Auch hier wurde ? insbesondere nach dem Prager
Fr?hling 1968 ? die unterschiedliche politische Gesinnung und die
politischen Befindlichkeiten in den Sport getragen.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gingen einige der besten Spieler in die
National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas
spielen. Die NHL stellt heute die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen
der besten Spieler aus Europa und anderen Teilen der Welt. Bei den
allj?hrlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass viele
europ?ische Spieler heute zu den wichtigsten Leistungstr?gern der Liga
geh?ren.
Nach Nordamerika zieht es die Spieler nicht zuletzt, weil dort auch am
meisten Geld zu verdienen ist.
Spielregeln
Hauptartikel:
Eishockeyregeln
Das weltweit geltende Regelwerk wird regelm??ig im Regelbuch der
Internationalen Eishockey-F?deration (IIHF) herausgegeben. Die aktuelle
Version ist bis 2010 g?ltig. Dieses Regelbuch ist in sechs Abschnitte
unterteilt, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre
Ausr?stung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln,
Strafen und Besondere Regeln beschreiben.
Die NHL gibt ein eigenes Regelbuch heraus, dessen Inhalte zum Teil von
den Vorschriften der IIHF abweichen.
Teams, Spieler, Ausr?stung
Eine Mannschaft besteht f?r gew?hnlich aus 22 Spielern. W?hrend eines
Spiels d?rfen sich h?chstens 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. In
der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in
besonderen Situationen wird der Torwart aber auch durch einen sechsten
Feldspieler ersetzt.
Speziell in Unter- bzw. ?berzahlsituationen kann von diesem Schema aber
auch abgewichen werden.
In der Regel wird in Reihen bzw. Bl?cken gespielt ? das
bedeutet, dass St?rmer und Verteidiger m?glichst immer mit den gleichen
Partnern spielen. Eine Mannschaft sollte vier Verteidigungsreihen (4 mal 2
Spieler = 8 Spieler) und vier Sturmreihen (4 mal 3 Spieler = 12 Spieler)
besitzen. Mit zwei Torh?tern erreicht man dann die Anzahl von 22 Spielern
pro Team.
Ein Team muss einen Kapit?n und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung
tragen sie ein ?C? (Captain) bzw. ?A? (Assistenz-Captain) auf der Brust.
Das Auswechseln von Feldspielern ist nicht nur w?hrend
Spielunterbrechungen m?glich, sondern kann auch ?fliegend? erfolgen.
Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausr?stung
vorgeschrieben. Da die Torh?ter durch auf sie abgefeuerte Sch?sse einer
erh?hten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine noch umfassendere
Schutzausr?stung.
Schiedsrichter
Die Schiedsrichter z?hlen zu den Offiziellen. Diese sind unterteilt in
Spiel-Offizielle und Off-Ice-Offizielle. Die Spiel-Offiziellen
bestehen aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen).
In unteren Spielklassen wird daneben das System mit zwei Schiedsrichtern
ohne Linienrichter verwendet. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht
?ber das Spiel sowie die Kontrolle ?ber Spieler und Offizielle. Die
Linienrichter haben die Kontrolle ?ber Linienverst??e (Abseits und Icing)
und ?bernehmen die Bullys. Schieds- und Linienrichter haben beim Eishockey
einen erheblich gr??eren Einfluss als beispielsweise beim Fu?ball. Sie
k?nnen durch das Aussprechen von Strafzeiten unmittelbar auf das
Spielgeschehen einwirken.
Zu den Off-Ice-Offiziellen z?hlen neben dem Stadionsprecher und
dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter, ein Video-Torrichter, zwei
Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter. In der DEL wird kein Torrichter
mehr eingesetzt; der Stand-By-Schiedsrichter ?bernimmt die Aufgabe des
Video-Torrichters.
Spielregeln
Ein Eishockeyspiel dauert netto 60 Minuten (3 Drittel mit je 20 Minuten,
dazwischen jeweils 15 Minuten Pausenzeit). Da bei jeder Spielunterbrechung
die Uhr angehalten wird, dauert ein Eishockeyspiel jedoch brutto meist
erheblich l?nger (etwa zwei bis zweieinhalb Stunden).
Beim Eishockey gibt es formell keine Eigentore, der Treffer wird dem
letzten Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck
zuletzt ber?hrt hat.
Ein Tor gilt nur, wenn der Puck die Torlinie in vollem Durchmesser
?berquert und der Schiedsrichter den Puck hinter der Torlinie gesehen hat.
Kann nicht mit Sicherheit eine Aussage dar?ber getroffen werden, ob der Puck
tats?chlich die Torlinie in vollem Durchmesser ?berschritten hat, so ist auf
?kein Tor? zu entscheiden. Sofern das Spiel aufgezeichnet wird, darf der
Schiedsrichter den Videobeweis zu Hilfe nehmen.
Es ist zul?ssig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen,
sofern man dadurch kein Tor erzielt. Wird der Spieler am Schlittschuh
getroffen, ohne dass eine aktive Kickbewegung zu sehen ist, und ?berquert
der Puck in Konsequenz die Torlinie, ist auf regul?res Tor zu entscheiden.
Den Puck mit dem hohen Stock (Stock ?ber Schulter oder ?ber der Latte) zu
spielen ist unzul?ssig ? es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu
stoppen oder wegzuschlagen; au?erdem darf man im eigenen Drittel den Puck
aus dem Drittel werfen. Handp?sse sind verboten.
Begriffe
- Bully (Face-Off): Wird das Spiel am Beginn
eines Drittels oder nach einer Unterbrechung wieder angepfiffen, gibt es
ein Bully.
- Abseits (Offside): Beim Spiel aufs
gegnerische Tor muss der Puck als erstes oder gleichzeitig mit dem
ersten angreifenden Spieler die blaue Linie zwischen neutraler Zone und
Angriffszone ?berschreiten.
- Torraumabseits: Der Torraum ist
halbkreisf?rmig vor dem Tor markiert. Erzielt ein Spieler ein Tor, w?hrend
er oder ein anderer angreifender Spieler sich im Torraum aufh?lt, so ist
das Tor ung?ltig, au?er er wurde durch einen Gegenspieler in den Torraum
gedr?ngt oder am Verlassen gehindert. Seit der Saison 06/07 sind auch Tore
g?ltig, bei denen der Angreifer im Torraum steht. Voraussetzung daf?r ist,
dass der Torwart nicht behindert wurde.
- Unerlaubter Weitschuss (Icing): Dies ist der
Fall, wenn der Puck direkt oder indirekt (?ber die Bande) die rote
Mittellinie und die gegnerische Torlinie ?berschreitet. Dann wird bei der
"No-Touch-Icing" Regel abgepfiffen, und es gibt Bully in der
gegen?berliegenden Endzone. Es gibt noch in vereinzelten Ligen die
"Touch-Icing" Regel. In Unterzahl gelten diese Regeln nicht.
- Power-Play: Wird gegen eine Mannschaft eine
Bankstrafe ausgesprochen, so hat die bestrafte Mannschaft f?r die Zeit der
Strafe einen Spieler weniger auf dem Eis. Die nicht bestrafte Mannschaft
hat demnach eine 5:4??berzahl, die bestrafte Mannschaft eine Unterzahl.
Wird eine weitere Strafe gegen das reduzierte Team ausgesprochen, dann
f?hrt dies zu einer 5:3??berzahl.
- Shorthander: Gelingt einer Mannschaft in
Unterzahl ein Tor, bezeichnet man dies als Short-Hander bzw.
Shorthanded-Goal.
- Empty-Net-Goal: Schie?t eine Mannschaft ein
Tor, wenn die gegnerische Mannschaft ihren Torh?ter gegen einen
zus?tzlichen Spieler ausgetauscht hat, so nennt man dies Empty-Net-Goal.
- Auszeit (Time-Out): Jede Mannschaft kann pro
Spiel eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen.
- Strafschuss (Penalty Shot): Hierbei darf sich
der ausf?hrende Spieler von der Mittellinie aus allein auf den Torh?ter zu
bewegen und versuchen, ein Tor zu erzielen. Er darf sich dabei nicht
r?ckw?rts bewegen, und der Penalty ist nach dem ersten Schuss vorbei.
- Direktabnahme (One-timer): Ein direkt
angenommer Pass, der sofort aufs Tor geschossen wird.
Strafen
Strafen werden vom Schiedsrichter ausgesprochen. Die h?ufigsten Gr?nde
daf?r sind zum Beispiel:
Behinderung (interference); Beinstellen (tripping);
Hoher Stock (high-sticking); Haken (hooking); Spielverz?gerung
(delaying the game); Stockschlag (slashing); Bandencheck (boarding);
Cross-Check (auch Stock-Check); Check gegen den Kopf (checking
to the head); Ellbogencheck (elbowing); Unsportliches Verhalten
(unsportsmanlike conduct); ?bertriebene H?rte (roughing);
Unerlaubter K?rperangriff (charging); Halten (Holding);
Unkorrekte Ausr?stung; Auswechselfehler
Um auf Verletzungen zu reagieren, hat die IIHF (der Weltverband) neue
Strafen eingef?hrt, die helfen sollen, schwere Verletzungen zu vermeiden.
Darunter z?hlen:
- Check gegen den Kopf- und Nackenbereich
- Check von hinten
Beide Fouls ziehen mehr als eine normale 2-Minuten-Strafe nach sich und
werden zus?tzlich mit einer pers?nlichen Disziplinarstrafe verh?ngt (2+10).
Um die Zuschauer zu sch?tzen und das Spiel fl?ssiger zu gestalten, wurde
eine neue, bei den Spielern und Mannschaften zu erst umstrittene, Regel
eingef?hrt: Verl?sst der Puck in direkter Folge eines Schusses das Spielfeld
seitw?rts, wird eine kleine Strafe gegen den verfehlenden Spieler wegen
Spielverz?gerung ausgesprochen.
Die H?he der Strafe liegt (innerhalb eines gewissen Rahmens) im Ermessen
des Schiedsrichters. Sieht der Schiedsrichter ein Foul, zeigt er das durch
Heben des Arms an; das Spiel l?uft jedoch so lange weiter, bis die zu
bestrafende Mannschaft in Puck-Besitz gelangt. In dieser Zeit kann der
Torh?ter der nicht bestraften Mannschaft das Tor verlassen, um einen 6. Mann
auf das Spielfeld zu schicken. Erzielt die gefoulte Mannschaft in dieser
Phase ein Tor, ist die Strafe hinf?llig.
M?gliche Strafen und Strafzeiten:
- kleine Strafe (2 min) / kleine Bankstrafe (2 min
gegen die Mannschaft)
- kleine Strafe + automatischer Disziplinarstrafe (2 +
10 min)
- gro?e Strafe (5 min + automatisch
Spieldauer-Disziplinarstrafe)
- Disziplinarstrafe (10 min)
- Spieldauer-Disziplinarstrafe (Restausschluss + 1
Spiel Sperre, Eintrag im Spielbericht: 20 min)
- Matchstrafe (5 min + Restausschluss + evtl.
Spielsperren, Eintrag im Spielbericht: 25 min)
- Strafschuss (Penalty)
Gelingt der in ?berzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler
(sofern er eine kleine Strafe verb??t) sofort wieder auf das Eis. Auf gro?e
Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei
Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere
Restzeit aufweist, wieder auf das Eis. Eine Ausnahme besteht hier seit der
Saison 2006/2007 in der DEL. Bekommt jeweils ein Spieler beider Mannschaften
gleichzeitig eine 2-Minuten-Strafe, egalisieren sich die Strafen. Bekommt
nun ein weiterer Spieler einer Mannschaft sp?ter innerhalb dieser 2 Minuten
eine Strafe, wird die sp?ter aufgestellte Strafe aufgehoben, sobald ein Tor
f?llt.
Die Zeitstrafen werden auf der Strafbank abgesessen. Eine Ausnahme bildet
der Torh?ter: Er geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen
Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen Feldspieler vertreten,
der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Gr??ere Strafen k?nnen je nach
Liga oder Wettbewerb Spielsperren nach sich ziehen.
Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von
Strafen ausgesprochen, so m?ssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe
auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber im Feld in
der gleichen Spielst?rke wie vor den Vergehen. Eine Mannschaft kann durch
Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der
dritten Strafe, die zu einem Mann weniger auf dem Eis f?hren w?rde, muss der
betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit l?uft jedoch erst
los, nachdem eine Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist
(aufgeschobene Strafe).
Besonderheiten in Mitteleuropa
Die h?chste Spielklasse in Deutschland ist seit 1994/06 die Deutsche
Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen ?1. Bundesliga? tr?gt, in ?sterreich
ist es die ?sterreichische Eishockey-Liga, in der Schweiz die Nationalliga
A, in Tschechien die Extraliga.
Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga
kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Bis zur Saison
2005/2006 wurde ein Vorrundenspiel, bei welchem es nach regul?rer Spielzeit
unentschieden stand, mit einem Penaltyschie?en entschieden. Seit der Saison
2006/2007 wird zun?chst f?nf Minuten 4 gegen 4 gespielt, gibt es auch dort
keine Entscheidung, so geht es anschlie?end ins Penaltyschie?en. In den
Play-Offs wird eine Verl?ngerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der
beiden Mannschaften ein Tor erzielt. F?llt kein Tor, so entscheidet ein
Penaltyschie?en. Wenn in der Play-Off-Serie jedoch eine Mannschaft mit einem
Sieg in die n?chste Runde einziehen kann, gibt es kein Penaltyschie?en,
sondern immer wieder Verl?ngerungen von jeweils 20 Minuten, bis eine
Mannschaft ein Tor erzielt.
Ab der Saison 2006/07 wird in der DEL auch w?hrend der Vorrunde eine
f?nfmin?tige Verl?ngerung mit jeweils 4 Feldspielern im Sudden-Death-Modus
gespielt.
Die Punkteverteilung ist folgenderma?en:
- Sieg innerhalb der regul?ren Spielzeit:
- 3 Punkte f?r den Gewinner, 0 f?r den Verlierer
- Sieg durch Verl?ngerung oder Penalty-Schie?en nach
der regul?ren Spielzeit:
- 2 Punkte f?r den Gewinner, 1 Punkt f?r den
Verlierer.
Diese Regel findet in der Schweiz in dieser Saison auch Anwendung.
In ?sterreich werden die Punkte jedoch folgenderma?en vergeben:
- Sieg innerhalb der regul?ren Spielzeit:
- 2 Punkte f?r den Gewinner, 0 f?r den Verlierer
- Sieg durch Verl?ngerung oder Penalty-Schie?en nach
der regul?ren Spielzeit:
- 2 Punkte f?r den Gewinner, 1 Punkt f?r den
Verlierer.
Die Meisterschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt,
f?r das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In
der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am besten platzierte
Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die
zweitschlechteste usw. ? die Gewinner spielen dann in der n?chsten Runde
weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale
austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Serie von Spielen
ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three)
Siege zum Aufstieg in die n?chste Runde erforderlich sind. Steht der
Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.
Die wirtschaftliche Bedeutung ist in Europa zwar noch nicht so gro? wie
in Nordamerika, doch Marketing ist auch in den Top-Ligen Europas wichtiger
geworden. In den 60er und 70er Jahren brauchte man eine gute Jugendarbeit,
um erfolgreich zu sein, heute ist eine professionelle Struktur n?tig. So
betrieben die Hamburg Freezers zum Beispiel bis 2005 keine Nachwuchsarbeit,
weil sie aber mit der Anschutz-Gruppe einen finanzkr?ftigen Investor haben,
geh?rten sie trotzdem zu den Top-Teams der DEL. Seit 2005 starteten die
Freezers nun aber auch mit der Nachwuchsarbeit (Freezers Juniors).
Amtierende Meister:
- Deutschland: Adler Mannheim (Saison 2006/07)
- ?sterreich: EC Red Bull Salzburg (Saison 2006/07)
- Schweiz: HC Davos (Saison 2006/07)
- Tschechien: HC Sparta Prag (Saison 2006/07)
- Schweden: MODO Hockey (Saison 2006/07)
- Finnland: H?meenlinnan Pallokerho (Saison 2005/2006)
Besonderheiten in Nordamerika
Im amerikanischen Englisch wird Eishockey generell als Hockey
bezeichnet.
Die 1917 gegr?ndete National Hockey League (NHL) gilt als mit Abstand
beste Liga der Welt. Sp?testens seit Ende des 2. Weltkriegs ist es Traum
eines jeden Eishockeyspielers, in der NHL zu spielen. Der Stanley Cup ist
die begehrteste Eishockey-Troph?e der Welt. Amtierender Stanley-Cup-Sieger
sind die Carolina Hurricanes.
Seit den 40ern wurde aber auch der Unterbau stetig professionalisiert und
ausgebaut. So gibt es heute mit der American Hockey League (AHL) eine
Elite-Minor League, in der die Top-Farmteams der NHL-Franchises spielen.
Darunter gibt es noch die East Coast Hockey League (ECHL), Central Hockey
League (CHL), West Coast Hockey League (WCHL) und United Hockey League
(UHL). Des Weiteren gibt es professionell arbeitende Nachwuchsligen in
Kanada: Western Hockey League (WHL), Ontario Hockey League (OHL) und Quebec
Major Junior Hockey League (QMJHL). Die Minor Leagues ?bernehmen
unter anderem die Jugendarbeit f?r die NHL-Franchises.
In den 90ern ist die wirtschaftliche Bedeutung des Hockeysports in
Nordamerika radikal angestiegen. Die NHL-Franchises zahlten ?bertrieben hohe
Geh?lter, so dass einige noch heute hohe Schulden haben. Das zeigte sich
auch in der Verhandlung ?ber ein neues NHL Collective Bargaining Agreement
zur Saison 2004/05, die in einem Spielerstreik und Lockout endete, so dass
die Spielzeit gar nicht ausgetragen wurde. Nach ?ber einem Jahr
Verhandlungen wurde eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) beschlossen, die die
Liga ausgeglichener und spannender gemacht hat.
Eine Besonderheit im nordamerikanischen Profisport ist der NHL Entry
Draft, der auch im Eishockey durchgef?hrt wird. Beim Draft sichern sich die
NHL-Teams die Rechte an talentierten Juniorenspielern. Ein Kuriosum dabei:
Der beste Spieler aller Zeiten, Wayne Gretzky, ist einer der wenigen seiner
Generation, der nicht gedraftet wurde. Die meisten ?Draft picks? spielen
erst in der AHL oder eine Juniorenliga, bis sie von einem NHL-Team
beansprucht werden.
Internationale Turniere
F?r die Eishockeynationalmannschaften existieren verschiedene bedeutende
internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen
Eishockey-F?deration entsprechend ist hierbei das Olympische
Eishockey-Turnier, welches seit 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das
bedeutendste Turnier f?r Nationalmannschaften. Dar?ber hinaus finden seit
1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche vor allem f?r die
europ?ischen Teams eine gro?e Bedeutung besitzen.
Da die nordamerikanische National Hockey League f?r die
Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison normalerweise nicht unterbricht
und auch f?r die Olympischen Spiele bislang nur 1998, 2002 und 2006 eine
Pause eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA
relativ schlecht. Vor allem den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten,
dass bei ihnen nicht die besten Spieler der Welt spielen w?rden und sie
deshalb keinen echten Weltmeister k?ren k?nnten. Hinzu kommt, dass bis 1976
nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B.
Kanada lange Zeit ihren Amateurmeister zur Weltmeisterschaft schickte. Aus
diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen
Profiliga lange Zeit als ?World Champion? tituliert.
Neben dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb heute der World Cup
of Hockey zum wichtigsten Turnier im Eishockey geworden. Er wird von der NHL
in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004
statt. Da das Turnier vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, k?nnen hier die
besten Spieler aller Nationen teilnehmen, wodurch die Bedeutung vor allem in
Nordamerika deutlich erh?ht wird.
Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste
und traditionsreichste Turnier ist der Spengler Cup, der schon seit 1923
j?hrlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der
Gastgeber, der HC Davos.
Ein zweiter in Europa wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European
Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF Weltrangliste sechs besten
europ?ischen Eishockeyverb?nde treffen dabei seit 2005 j?hrlich aufeinander.
Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen Sankt Petersburg statt.
Sieger wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup
ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten
Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger
des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 ?ber 30 Jahre lang
j?hrlich stattfand. Der Eishockeysport scheint, zumindest vorl?ufig, nicht
geeignet zu sein f?r ein vergleichbares Gesamteurop?isches Klubturnier wie
die Champions-League im Fu?ball.
Verwandte Sportarten
Aus dem Eishockeysport hat sich eine Reihe heute eigenst?ndiger
Sportarten entwickelt: Zum Einen das Sledge-Eishockey (oder auch
Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport f?r k?rperlich
beeintr?chtigte Sportler erm?glicht, bei welchen die Beweglichkeit der
unteren Gliedma?en eingeschr?nkt ist, und heute als Sportart im festen
Programm der Winter-Paralympics steht. Zum Anderen existieren gleich mehrere
?Sommer-Eishockey?-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey)
oder Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey ?ber eigene
Weltmeisterschaften verf?gen, die auch von der Internationalen
Eishockey-F?deration durchgef?hrt oder unterst?tzt werden. Insbesondere in
Skandinavien, der Schweiz und Tschechien ist zudem das eigenst?ndige
Unihockey eine sehr popul?re Sommer-Variante des Sports. Streethockey wird
immer beliebter bei jungen Menschen, weil man es auch au?erhalb und ohne
viel Ausr?stung spielen kann. Eine weiter verwandte, jedoch in Deutschland
noch nicht sehr bekannte Sportart ist Broomball. Die gr??ten Unterschiede im
Vergleich zum Eishockey sind, dass man den Sport mit (Spezial-)Schuhen auf
dem Eis spielt und anstelle von Eishockeyschl?gern und Puck einen ?Broom?
sowie einen Ball benutzt.
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